leider kann man das nicht selbst reinsetzen, aber ist vielleicht für jemanden interessant
bei dem der Platz langsam knapp wird.
Es wäre schon nett wenn in Lehn wieder neue Galopper einziehen würden, auch wenn
die Bausubstanz inzwischen erheblich gelitten hat. Rittergut mit Schloss für 160.000 ist doch
wirklich schon Schnäppchenpreis.
EBAY-Angebot:
http://cgi.ebay.de/Gro%DFes-Rittergut-mit-17-ha---Gest%FCt-Lehn_W0QQitemZ360158236511QQcmdZViewItemQQimsxZ20090527?IMSfp=TL090527159002r11266
Gestüt Lehn
Großes Rittergut mit 17 ha
Kaufpreis: 159.000,00 €
Zimmer: 28
Wohnfläche: ca. 850 m²
Nutzfläche: ca. 1.200 m²
Grundstücksfläche: ca. 170.000 m²
Pferde alle verkauft!
eingestellt am 26.05.09 f. 30 Tage
Also falls jemand seine Zucht ausbauen will
Eine Chance für „Jockey Monika“
„Jockey Monika“– so hieß eine sehr beliebte Familienserie im DDR-Fernsehen. Gedreht wurde sie im Jahre 1981 zum Teil im Gestüt Lehn (Gemeinde Hochkirch, Landkreis Bautzen), einem von nur vier eigenständigen Vollblutgestüten der DDR.
Dies war jedoch nicht der einzige Grund, aus dem Lehn zu einem Mekka für Pferdefreunde aus der ganzen Republik wurde. Manch erfolgreiches Rennpferd, darunter der legendäre „Carolus“, erblickte hier das Licht der Welt, erfolgreiche Jockeys wie Alexander Mirus oder Lutz Pyritz errangen auf Pferden aus der Lehner Zucht unzählige Siege.
Lang, lang ist es her. Wer sich heute an das Rittergutsgelände in dem kleinen Hochkircher Ortsteil am Nordhang der Czornebohkette annähert, kann kaum noch etwas von der glorreichen Vergangenheit erahnen. Hinter einem Zaun und hohen Bäumen verborgen, präsentiert sich das frühere Herrenhaus unter abbröckelndem Putz. Einige Schritte weiter ziert ein markanter Dachreiter das Stallgebäude, und auf der anschließenden Koppel tummeln sich tatsächlich ein paar Pferde.
„Insgesamt sind es noch neun Stuten“, sagt Andrea Bonomeo. Die Wienerin ist heute Miteigentümerin des Gestütes Lehn, das ihr Großonkel Artur Kraft 1941 begründete. In Blütezeiten tummelten sich mehr als 60 Pferde auf den weitläufigen Wiesen. 1965 zum Beispiel waren es 40 Stuten, 20 Jährlinge und zwei Deckhengste. Nachdem Artur Kraft, dessen Gestüt von der Bodenreform verschont geblieben war, 1953 die DDR verließ, kam die Pferdezucht unter die Verwaltung des volkseigenen Hauptgestütes Graditz, wurde jedoch schon 1956 wieder in die Eigenständigkeit entlassen.
Nach der Wende erhielt Krafts Neffe und Andrea Bonomeos Vater Dr. Heinrich Engelhardt das Gestüt zugesprochen, heute befindet es sich im Eigentum einer Erbengemeinschaft. Andrea Bonomeo bemüht sich bereits seit fast einem Jahr um einen neuen Besitzer für die traditionsreiche Anlage, bislang allerdings vergeblich. „Da ich in Wien lebe, ist es mir leider nicht möglich, den Betrieb selbst weiterzuführen“, erklärt sie und verhehlt dabei nicht, dass es ihr sehr schwer fällt, sich von dem Gestüt zu trennen: „Ich habe mich in diese Gegend verliebt. Die Berge, die satten Wiesen – es ist einfach traumhaft!“
Deshalb setzt sich Andrea Bonomeo auch mit aller Kraft dafür ein, dass das Areal unzerteilt bleibt. „Es gab schon verschiedene Anfragen für Teilstücke, doch ich bin noch weit davon entfernt, einer Zerstückelung zuzustimmen“, erklärt sie. Ihr Wille sei es, dass der Gestütsbetrieb in Lehn weiter- und vielleicht sogar zu einer neuen Blüte geführt wird.

