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Gemeinnützigkeit des HVT aberkannt!

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 BeitragVerfasst: Mi 10. Okt 2018, 13:43   
Rennleitung

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Dem Traber-Dachverband HVT (früher ansässig in der Nähe von Neuss, mittlerweile aber schon seit Jahren auf der Berliner Trabrennbahn Mariendorf) ist nach einem Gerichtsmarathon die Gemeinnützigkeit endgültig aberkannt worden! Laut „Traber-News“ ist der Rechtsweg nun erschöpft.

https://www.traber-news.com/article-13/ ... loren.html


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 BeitragVerfasst: Mi 10. Okt 2018, 13:51   
Rennleitung

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Bevor bei den Galoppern nun Panik aufkommt: Ich wage mal die Prognose, dass etwas Vergleichbares dem Kölner Direktorium nicht droht, denn dort hatte man den wirtschaftlichen Geschäftsbetrieb rechtzeitig auf eigene Kapitalgesellschaften ausgelagert. Eben dies hatte der HVT nicht getan und zahlt nun die Zeche dafür.


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 BeitragVerfasst: Mi 10. Okt 2018, 14:43   
Rennleitung

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Der HVT hat heute auf seiner Info-Website
https://www.mein-trabrennsport.de/Info/ ... 21.09.2018
den Bericht betreffend die Mitgliederversammlung vom 21. September veröffentlicht. Unter der Überschrift „Chancen und Risiken“ wird auch auf einen Prozess beim Finanzgericht eingegangen. Es ging bei diesem Prozess allerdings um die Umsatzsteuerveranlagung des HVT. In dem HVT-Bericht heißt es unter Anderem:
„Die Klage wurde jetzt vom Finanzgericht Berlin-Brandenburg nach der mündlichen Verhandlung abgewiesen. Die Revision wurde nicht zugelassen. Der HVT hat sich dagegen entschieden, gegen dieses knappe, aber im Ergebnis klare Urteil Nichtzulassungsbeschwerde einzulegen. Eine solche hätte nach Ansicht einer der renommiertesten Steuer- und Wirtschaftsrechtskanzleien des Landes nur eine 10% Chance auf Erfolg gehabt.“

Dieses Gerichtsurteil bedeutet zunächst nur, dass der HVT den vollen MwSt.-Satz von 19 % statt des ermäßigten Satzes in Rechnung stellen muss. Ob die Meldung der „Traber-News“ hinsichtlich einer Aberkennung der Gemeinnützigkeit des HVT richtig ist, kann ich nicht beurteilen.


Zuletzt geändert von Racingman am Mi 10. Okt 2018, 19:02, insgesamt 1-mal geändert.

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 BeitragVerfasst: Mi 10. Okt 2018, 14:58   
Rennleitung

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Zwei Reaktionen aus dem Traberforum:

„Seit dem 15. September 2018 wissen es die Eingeweihten, und am 21. September 2018 fand die HVT-Jahreshauptversammlung statt. Und da war was los? Da dringt nichts nach außen? Der HVT ist wirklich ein seltsamer Verein.“

Und ein Kollege schrieb:

„Warum werden die Aktiven nicht informiert? Wahrscheinlich geht es uns nichts an, wir sind nur die DÖDEL die den Sport finanzieren! Einfach unglaublich!!!!! Bin fassungslos!“


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 BeitragVerfasst: Do 11. Okt 2018, 07:11   
Rennleitung

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Das HVT-Urteil des Finanzgerichts Berlin-Brandenburg ist bisher noch nicht veröffentlicht worden. Erst wenn dies geschehen ist, wird man als Außenstehender über genügend Informationen verfügen, um diesen Fall zutreffend beurteilen zu können. Es fällt auf, dass im HVT-Bericht über die Mitgliederversammlung die Aberkennung der Gemeinnützigkeit mit keinem Wort erwähnt wird. Der Bericht der „Traber-News“ muss deswegen jedoch nicht falsch sein. Es ist gut möglich, dass das Finanzamt dem HVT wegen dessen als wirtschaftlich eingestufter Aktivitäten die Gemeinnützigkeit aberkannt hatte und dass in der Folge der HVT darum den ermäßigten MwSt.-Satz bei seinen Rechnungen nicht mehr anwenden durfte.

Der psychologische Schaden dieser Angelegenheit könnte sogar noch größer als der finanzielle sein, weil das Vertrauen der Traberbasis nun komplett weg ist, wie die Reaktionen im Traberforum zeigen. In jedem Fall ist es ein PR-Desaster für den Traberverband. Im Organigramm zeigen sich dessen Unterschiede zum Kölner Direktorium: Weil in Berlin-Mariendorf alles viel kleiner als in Köln-Weidenpesch ist, gibt es keine PR-Abteilung, und der Präsident Heinz Tell ist gleichzeitig der Geschäftsführer – also Vesper und Vogel in einer Person, die auch noch für die Öffentlichkeitsarbeit zuständig ist. So kommt es nicht überraschend, dass niemand vom Verband da ist, um in den Sozialen Medien wie dem Traberforum mitzudiskutieren und rechtzeitig gegenzusteuern.

Mit der Kommunikation zwischen dem HVT-Vizepräsidenten Ulrich Mommert und seiner Ehefrau Karin scheint es auch nicht zum Besten bestellt zu sein. Seine Frau, eine regelmäßige Teilnehmerin im Traberforum, wollte etwas Bestimmtes zur Mitgliederversammlung wissen, doch anstatt ganz einfach ihren Mann zu fragen, postete sie ihre Frage im Traberforum. Einer der User kommentierte das so: „Das fragt sich jemand, der mit einem Präsidiumsmitglied verheiratet ist. Da komme ich mir veräppelt vor, echt!“


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 BeitragVerfasst: Do 11. Okt 2018, 09:39   
Rennleitung

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Das Outsourcen der Entscheidungsfindung in diskrete Zirkel ist anscheinend in Mode.

Im Bericht von der HVT-Mitgliederversammlung heißt es:
„Es haben anstelle von Präsidiumssitzungen diverse Arbeitssitzungen – auch in unterschiedlicher Besetzung mit jeweils anderen Präsidiumsmitgliedern – vor, mit und bei zahlreichen Gremien stattgefunden. Über erfolgte Arbeitstreffen werden keine Protokolle angefertigt.“

Knackiger Kommentar von Heinz Baltus im Traberforum dazu:
„Das Ding mit den Arbeitssitzungen ist Sarkasmus pur. Man kann es auch Verarschen nennen. Eine Frechheit sondergleichen.“


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 BeitragVerfasst: Fr 12. Okt 2018, 06:25   
Rennleitung

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Der HVT hat nun auf seiner Info-Website Stellung zum Bericht der „Traber-News“ genommen und die vermeintliche Aberkennung der Gemeinnützigkeit als „Fake News“ bezeichnet:
https://www.mein-trabrennsport.de/Info/ ... der-Woche2

Trotzdem wüsste man doch gern, für welche bestimmten Leistungen des HVT die Anwendung des ermäßigten Satzes der Umsatzsteuer behördlicherseits versagt wurde. Das hat der HVT leider nicht verraten. Insoweit werden wir wohl auf die Veröffentlichung des Urteils warten müssen.

§ 12 UStG (Umsatzsteuergesetz):
Absatz 2: Die Steuer ermäßigt sich auf sieben Prozent für die folgenden Umsätze:
Nr. 3: die Aufzucht und das Halten von Vieh, die Anzucht von Pflanzen und die Teilnahme an Leistungsprüfungen für Tiere;
Nr. 4: die Leistungen, die unmittelbar der Vatertierhaltung, der Förderung der Tierzucht, der künstlichen Tierbesamung oder der Leistungs- und Qualitätsprüfung in der Tierzucht und in der Milchwirtschaft dienen;


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