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Gestüt Harzburg vor dem aus?

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 BeitragVerfasst: Mo 17. Dez 2018, 06:45   
Rennleitung

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doug hat geschrieben:
Aber der zeitliche Ablauf hängt nun mal vom Land ab


Grundsätzlich wäre es ja zu wünschen, wenn die Vorstellungen und Pläne, wenn auch mit erheblicher zeitlicher Verzögerung, in die Tat umgesetzt werden.

Grundsätzlich muss man aber skeptisch bleiben, denn es gibt zahllose Beispiele in Rennsport und Vollblutzucht wo anfängliche Kooperation zwischen öffentlicher Hand und dem Rennsport daran scheiterte, dass von den politischen Akteuren, irgendwann ideologische Hürden hochgezogen wurden.

Das geht dann nach dem Motto "Steuergeld für Luxushobby". Erstaunlicherweise verstimmen diese Bedenkenträger bei Forderungen der Fussballlobby, teilweise in gigantischer Höhe, vollkommen.


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 BeitragVerfasst: Mo 17. Dez 2018, 09:14   
Rennleitung

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auch das ist irgendwie verständlich. fußball kann jeder spielen. in verschiedensten ligen und mannschaften. das bindet millionen fans an diesen sport. setzen sie mal "jeden" auf einen vollblüter ...


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 BeitragVerfasst: Mo 17. Dez 2018, 12:52   
Rennleitung
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manto hat geschrieben:
auch das ist irgendwie verständlich. fußball kann jeder spielen. in verschiedensten ligen und mannschaften. das bindet millionen fans an diesen sport. setzen sie mal "jeden" auf einen vollblüter ...


Galopprennen ist ein Zuschauersport, der weltweit Millionen begeistert und der weltweit mehr Menschen in die Sportarenen, also Rennbahn versus Stadien bringt, als der Fußball. Das sollte mal bedacht werden, wenn man die beiden Sportarten miteinander vergleicht.

Wenn es nur nach Popularität ginge, müßten alle Opernhäuser Europas geschlossen werden!

v. Blücher


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 BeitragVerfasst: Mo 17. Dez 2018, 14:02   
Rennleitung

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dann halt was anderes, werter blücher, wetten ist auf der ganzen welt volkssport. irgendwie. in deutschland aber verpönt. da muß sogar vor dem lottospiel gewarnt werden. was kommt jetzt ? .:)


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 BeitragVerfasst: Mo 17. Dez 2018, 18:53   
Rennleitung

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Maaaaaaaaaßbierexxen!!!


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 BeitragVerfasst: Mo 17. Dez 2018, 18:55   
Rennleitung

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Beiträge: 128
Fußball ist ein Zwerg gegen zünftigen Rennsport - weltweit in den Köpfen mancher Roßtäuscher.


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 BeitragVerfasst: Mo 17. Dez 2018, 19:59   
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:roll: eigentlich geht es hier um das Gestüt Harzburg


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 BeitragVerfasst: Fr 25. Jan 2019, 09:50   
Rennleitung
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Das Lehrstück, wie Politiker ihre Wähler verarschen, scheint sich dem Ende zuzuneigen.
Die Goslarsche Zeitung schreibt:
Zitat:
Jetzt wird es ernst, und wie es aussieht, bitterernst: Nach einem kurzfristig anberaumten Treffen in Hannover in dieser Woche haben die Pläne des „Harzburger Modells“ zur Erhaltung des ältesten (...)

Mehr kann ich wegen der Paywall nicht lesen, aber vielleicht kann Doug ein bisschen was dazu sagen.

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 BeitragVerfasst: Fr 25. Jan 2019, 11:41   
Jockey

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ja das kann er, laut dem Zeitungsartikel sieht es erst einmal nicht so gut aus. Die von der GmbH ins Spiel gebrachte Lösung zunächst die Gebäude im Bereich des Lindenbruchwegs (das sind die Richtung Rennbahn) zu sanieren, um "zeitnah" wieder einen Zuchtbetrieb aufzunehmen, fanden keine Zustimmung. Es müsse erst ein Gesamtkonzept mit der gesamten Investitionssumme ermittelt werden.Das sehr umfangreiche bauhistorische Gutachten der Firma Winterfuchs liegt jetzt zwar vor, eine Schadenskatierung seitens des Landes sei aber immer noch nicht erfolgt. Diese sollte eigentlich noch Ende Oktober in Auftrag gegangen sein. Die Mühlen des Landes mahlen weiterhin sehr langsam. Immerhin will sich jetzt monatlich eine von Stiftungsdirektor Tobias Henkel moderierte Arbeitsgruppe der zuständigen Ministerien,der GmbH und der SBK treffen und die weiteren Schritte begleiten.
Man ist also weiterhin gewillt das Gestüt zu sanieren, die Frage ist nur wann und ob die Gestüts GmbH gewillt und in der Lage ist so lange durchzuhalten.


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 BeitragVerfasst: Sa 26. Jan 2019, 08:46   
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War nicht anders zu erwarten :?


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 BeitragVerfasst: So 27. Jan 2019, 00:23   
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Ein Freund meines Vaters aus der Baubranche, der gerne auf eigenes Buch historische Gebäude renovierte und dann gewinnbringend verkaufte, meinte einmal, daß die Sonderabschreibungen bei Denkmalschutzobjekten nichts anderes sei, als das Schmerzensgeld für die vielen behördlichen Auflagen, die man bei solchen Objekten erfüllen müsse.

Wenn dann noch die öffentliche Hand eine solche Denkmalsanierung durchführt, sind bei solchen Projekten die Kosten nahezu unendlich. Statt pragmatisch Kosten gegen "vollkommene" Originalität abzuwiegen, wird nur auf Originalität geachtet, koste es, was es wolle. Statt eine solche Sanierung auch als Chance zu einer Modernisierung im Sinne der Tierhaltung und der Arbeitsorganisation zu betrachten, wird die Verwendung von Schrauben und Dübel gemäß den Baugewohnheiten der damaligen Zeit vorgeschrieben.

Hätten unsere Altvorderen erhaltenswerte Häuser vor 100 Jahren auch derart saniert und modernisiert, wäre eine Vielzahl von heute bewunderten Gebäuden nicht mehr vorhanden. Damals hat man pragmatisch gehandelt, Altes auch dadurch zu erhalten, daß man es nach den modernen Bedürfnissen der Zeit modernisiert hat.

Diese Fähigkeit und den Willen dazu, pragmatisch und nicht detailverliebt zu handeln, ist uns in unserer durch Gesetze und Verordnungen überreglementierten Zeit fast vollkommen abhanden gekommen.

90% Orginalität bekommt man für eine Summe X restauriert, für 100% entstehen doppelte Kosten! Aber wir hams ja..... Hoffentlich überlebt das alterehrwürdige Gestüt der Braunschweiger und Welfen diesen Wahnsinn!

v. Blücher

PS: Warum denke ich gerade mit Grausen an die Gorch Fock?


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 BeitragVerfasst: Di 29. Jan 2019, 10:13   
Rennleitung
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Es gab gestern eine weitere Meldung in der GZ mit der Schlagzeile "Braunschweiger Stiftungsgeschäftsführer sieht noch Chancen bei Verwirklichung des Gestüts-Modells":
Zitat:
Bad Harzburg/Hannover. Am Tag danach war der Blick getrübt. Und auch nach dem Wochenende mit Bestandsaufnahme und Analysebildung zu den unerfreulichen Nachrichten vorige Woche in der Landeshauptstadt (die GZ (...)

Für mich ergibt sich folgendes Bild. Im Gegensatz zu meiner vor ein paar Tagen geäußerten Meinung spielt das Land weiterhin auf Zeit, die Gestüts GmbH will aber nicht mehr weitermachen. Das wäre für die Politiker natürlich ideal, weil dann diese GmbH den Schwarzen Peter übernehmen würde. Dazu passt auch der letztde Satz von doug:
doug hat geschrieben:
Man ist also weiterhin gewillt das Gestüt zu sanieren, die Frage ist nur wann und ob die Gestüts GmbH gewillt und in der Lage ist so lange durchzuhalten.

Inhaltlich ist der Satz natürlich ein Witz, denn bislang hatte diese GmbH ja noch überhaupt keine Aufwendungen für das Gestüt. Es wurde lediglich eine kleine Zucht mit 2-3 Zuchtstuten betrieben, wobei man da großes Pech mit dem Verlust von Shivara und ihrem Fohlen hatte. Würde hingegen der Gestütsbetrieb aufgenommen, so enstünde sofort ein großer Finanzierungsbedarf, dem außer den Decktaxen für Adlerflug kaum Einnahmen entgegenstünden, da es keine Pensionsstuten mehr gibt. Das Gestüt wäre also von vornherein wesentlich defizitärer als vor dem Kahlschlag. Dadurch dass das Gestüt von der NordLB "besenrein" gemacht wurde - sogar die Ahnentafel wurde zerstört -, müssten all die Geräte, die mit dem Kahlschlag entsorgt bzw. verramscht wurden, neu angeschafft werden. Wie ich immer und mehrfach in diesem Thread gesagt habe, war der blitzartige Kahlschlag ein ganz bewusster Sabotage-Akt, der eine Wiederaufnahme des Gestütsbetrieb ein für alle mal unmöglich machen sollte. Die Gestüts-GmbH war vornherein nur dazu da, genau dies zu kaschieren, und wurde dafür mit Adlerflug und den daraus resultierenden Einnahmen belohnt.
Als nächstes werden wohl die Leute, die noch auf dem Gestüt wohnen, dieses verlassen müssen, um freie Fahrt für den Vandalismus zu schaffen. Sobald dieser dann seine Arbeit geleistet hat, werden die Gebäude als nicht mehr sanierungsfähig aus dem Denkmalschutz herausgenommen und abgerissen. So macht man das heutzutage.

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 BeitragVerfasst: Di 29. Jan 2019, 10:38   
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werter Kassandro, das die GmbH bisher keinerlei Aufwendungen hat stimmt so nicht. Sie hat die Verkehrssicherungspflicht übernommen, zahlt also die notwendigen Versicherungen, führt Kontrollen der Gebäude durch, sorgt für Reparaturen (schon zweimal Sturmschäden an mehreren Dächern). In zwei Gebäuden werden weiterhin die Heizungen betrieben und im Moment wird für den Winterdienst gesorgt.

Und das mit den Maschinen ist auch so eine Sache, diese waren zum größten Teil völlig veraltet und die GmbH war nicht bereit die dafür geforderte Summe zu bezahlen. Hier würde man zum größten Teil mit einem beauftragten Lohnunternehmen wohl auch besser fahren.


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 BeitragVerfasst: Di 29. Jan 2019, 15:51   
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Registriert: Do 9. Dez 2010, 19:06
Beiträge: 327
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doug hat geschrieben:
werter Kassandro, das die GmbH bisher keinerlei Aufwendungen hat stimmt so nicht. Sie hat die Verkehrssicherungspflicht übernommen, zahlt also die notwendigen Versicherungen, führt Kontrollen der Gebäude durch, sorgt für Reparaturen (schon zweimal Sturmschäden an mehreren Dächern). In zwei Gebäuden werden weiterhin die Heizungen betrieben und im Moment wird für den Winterdienst gesorgt.

Und das mit den Maschinen ist auch so eine Sache, diese waren zum größten Teil völlig veraltet und die GmbH war nicht bereit die dafür geforderte Summe zu bezahlen. Hier würde man zum größten Teil mit einem beauftragten Lohnunternehmen wohl auch besser fahren.



Also tatsächlich keine Aufwendungen, wie Kassandro schon schrieb. Die Stumschäden sind wohl von der Versicherung erledigt worden. Der Winterdienst ist sicherlich in Lohn vergeben.

Die Koppelpflege eines Gestüts bei einem Lohnunternehmer in Auftrag geben zu wollen zeigt dann wohl wie weit die Gesellschafter der GMBH von der praktischen Arbeit entfernt sind. Also gibt es wohl nur Einnahmen aus der Vermietung und aus Adlerflug, der dem Gestüt zu 51 (?) Prozent gehörte. Und das dürfte sich nur lohnen, wenn die GMBH auch genug Sprünge aus dem eigenen Besitz selber verkauft. Aber wer ist in der Lage ca. 40 Sprünge zu verkaufen? Vielleicht darf die GmbH das auch nicht, mit 2 bis 3 eigenen Stuten ist also aus Adlerflug kein Einkommen zu erzielen. Da die übrigen Anteilseigner ihn jetzt ausreichend nutzen, kann sich jeder ausrechnen, daß kaum Sprünge fremd verkauft werden. Und die wenigen gehen dann für den Unterhalt von Adlerflug drauf. Dieses Geld/zusätzliche Sprungrecht hatte früher dem Gestüt Harzburg zugestanden, nun wohl Schlenderhan. So hat man die Decktaxe verdreifacht, bekommt aber keine Mehreinnahmen.....


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 BeitragVerfasst: Di 29. Jan 2019, 16:27   
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Registriert: Mi 29. Apr 2015, 08:40
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Wohnort: Bad Harzburg
so hat wohl jeder seine eigene Meinung. Allein die Versicherung für alle Gebäude dürfte nicht ohne sein. Es laufen jedenfalls einige Kosten auf. Und wenn sie meinen das sich ein eigener Fuhrpark für die In Bad Harzburg doch eher kleinen Flächen lohnt, rechnen manche halt anders. Im übrigen wurden auch schon in der Vergangenheit immer mal Arbeiten fremd vergeben.
Ansonsten hört man aus dem Umfeld der GmbH, das man mit der Vermarktung und den Einnahmen aus den Adlerflug Sprüngen recht zufrieden ist.


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