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Gestüt Harzburg vor dem aus?

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 BeitragVerfasst: Fr 26. Jan 2018, 12:33   
Rennleitung

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Dirk hat geschrieben:
Bei der Präsentation von Adlerflug wurde gesagt dass man nicht davon ausgeht dass es in Bad Harzburg in den nächsten Jahren(!) einen normalen Gestütsbetrieb gibt und Adlerflug noch einige Zeit bei Schlenderhan steht und das ist auch gut so.


Ich gehe auch davon aus, dass dieses Gestüt zumindest in staatlicher Hand nicht wieder aufersteht.

Zu diesem ganzen Thema muss ich als Pferde(sport)freund sagen, dass ich mich ohnehin wundere, mit welchen Argumenten ca. 100 Jahre nach Abschaffung der Kavallerie (Blücher wird hier genauere Daten liefern können) immer noch staatliche Gestüte aufrecht erhalten werden. Wenn das für die defizitären Landgestüte, die niemand braucht gilt, dann erst recht für die Vollblutzucht. Dass sich der Staat auf dieser Spielwiese der Multimillionärserben tummeln soll, ist absurd, historische Bausubstanz und ein paar Arbeitsplätze hin oder her.


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 BeitragVerfasst: Fr 26. Jan 2018, 13:28   
Rennleitung
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Blacktype hat geschrieben:
Dirk hat geschrieben:
Bei der Präsentation von Adlerflug wurde gesagt dass man nicht davon ausgeht dass es in Bad Harzburg in den nächsten Jahren(!) einen normalen Gestütsbetrieb gibt und Adlerflug noch einige Zeit bei Schlenderhan steht und das ist auch gut so.


Ich gehe auch davon aus, dass dieses Gestüt zumindest in staatlicher Hand nicht wieder aufersteht.

Zu diesem ganzen Thema muss ich als Pferde(sport)freund sagen, dass ich mich ohnehin wundere, mit welchen Argumenten ca. 100 Jahre nach Abschaffung der Kavallerie (Blücher wird hier genauere Daten liefern können) immer noch staatliche Gestüte aufrecht erhalten werden. Wenn das für die defizitären Landgestüte, die niemand braucht gilt, dann erst recht für die Vollblutzucht. Dass sich der Staat auf dieser Spielwiese der Multimillionärserben tummeln soll, ist absurd, historische Bausubstanz und ein paar Arbeitsplätze hin oder her.


Mein Vater mußte im April 45 vom Pferd absitzen, um in Gefangenschaft zu gehen. Sein Bruter ist im Oktober 44 bei einem Angriff durch berittene Truppen auf dem Pferd erschossen worden, mein Großvater verkaufte in Friedenszeiten 20-40 Pferde im Jahr an die Armee und im Krieg so viel er kriegen und ausbilden konnte - in der Spitze ca. 50 Pferde/Jahr.

Ohne Pferd wäre auf keiner Seite der WK II möglich gewesen und das Hundertausend-Mann-Heer von Weimar hatte große berittene Verbände.

Nach dem Krieg wirkten die Landgestüte sehr intensiv an der Modernisierung der Landespferdezucht mit. Man kann darüber streiten, ob solche Institutionen noch zeitgemäß sind. Es ist aber auch ein Stück Traditionspflege und ein Stück Kulturgeschichte. Aber wenn man diesen Teil der Tradition nicht mehr weiter führt, kann man genauso hochsubventionierte Opernhäuser, Schauspielhäuser, Museen und andere Einrichtungen in Frage stellen.

Wenn man das nicht will, soll man mit der Rosinenpickerei vorsichtig sein. Problem der Landgestüte ist natürlich auch daß, weil sie ÖD sind, einen unverschämten Personalschlüssel haben!

v. Blücher


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 BeitragVerfasst: Fr 26. Jan 2018, 13:33   
Rennleitung

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Auch in Frankreich wurden ja die Nationalgestüte abgeschafft bzw. privatisiert, obwohl Gründungen von Napoleon, der dort ja nach wie vor wie ein Nationalheiliger verehrt wird!


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 BeitragVerfasst: Fr 26. Jan 2018, 13:47   
Jockey

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kassandro hat geschrieben:
Das klingt wenig überzeugend, was sie da erzählen, und bestätigt meine in diesem Thread von Anfang an gemachten Befürchtungen, dass das Gestüt nicht wiederaufersteht. Wenn die Gestüts Gmbh wirklich Druck machen würde, dann gäbe es dazu Artikel in der Goslarschen Zeitung. Dort gibt es mit dem Herrn Knof auch einen kompetenten Redakteur, der das sicherlich gerne machen würde. Aber genau das geschieht nicht. Warum wohl? Weil alle Beteiligten das Thema offenbar totschlafen lassen wollen. Natürlich hätte man schon vor den Wahlen kräftig auf die Pauke hauen sollen. Überhaupt wurde immer davon gesprochen - auch von ihnen -, dass das ganze längst in trockenen Tüchern sei und die Architekten bereits munter planten.


Druck kann man auch hinter den Kulissen machen und es ist nicht immer hilfreich alles in der Öffentlichkeit / Presse auszutragen und die Pläne der Gestüts Gmbh liegen schon lange vor. Wie gesagt die "Behörden" müssten endlich aus dem Knick kommen.


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 BeitragVerfasst: Fr 26. Jan 2018, 18:50   
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CarpeDiem hat geschrieben:
Auch in Frankreich wurden ja die Nationalgestüte abgeschafft bzw. privatisiert, obwohl Gründungen von Napoleon, der dort ja nach wie vor wie ein Nationalheiliger verehrt wird!


Man soll sich Frankreich in vielen Bereichen besser nicht zum Vorbild nehmen.

v. Blücher


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 BeitragVerfasst: Mi 21. Mär 2018, 12:40   
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http://regionalgoslar.de/planungen-fuer ... nde-phase/

Man beachte auch meinen Kommentar dazu:
http://regionalgoslar.de/planungen-fuer ... bedcmt_jmp

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 BeitragVerfasst: Mi 21. Mär 2018, 19:37   
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Ein AUs des Gestüts würde auch zwangsläufig ein Aus der Rennwoche und des Vielseitigkeitsturnier bedeuten.
Soweit wird es nicht kommen, ob aber ein Zuchtbetrieb dort weiter geführt wird, da habe ich meine Zweifel,
mit Adlerflug jedenfalls wohl nicht mehr


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 BeitragVerfasst: Fr 23. Mär 2018, 10:58   
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Dirk hat geschrieben:
Ein AUs des Gestüts würde auch zwangsläufig ein Aus der Rennwoche und des Vielseitigkeitsturnier bedeuten.
Soweit wird es nicht kommen, ob aber ein Zuchtbetrieb dort weiter geführt wird, da habe ich meine Zweifel,
mit Adlerflug jedenfalls wohl nicht mehr

Mit dem Aus meine ich natürlich den Gestütsbetrieb. Ohne Pensionsgäste würde dieser noch verlustreicher als zuvor sein. Von Adlerflug kann man nicht mehr als 5-6 Jahre noch erwarten, und danach hat man teilen sich 2-3 Stuten eine Riesengestüt. So etwas hat nie Sinn gemacht und war auch nie wirklich geplant. Die Geschite mit der Sanierung diente nur zur Täuschung der Öffentlichkeit. Wirklich geplant war der Tod auf der langen Bank.
Die Stallungen wird man dieses Jahr sicherlich noch für die Rennwoche nutzen. Ein Dauerzustand ist diese Einwochennutzung natürlich nicht. Ich war im Februar mal dort und die Gebäude sind nach wie vor in relativ gutem Zustand. In Harzburg gibt es im Gegensatz zu Goslar verhältnismäßig wenig Vandalismus.

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 BeitragVerfasst: Mi 6. Jun 2018, 01:27   
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Gestern Mal wieder ein großer Artikel mit kleinem Inhalt in der Goslarschen Zeitung. Jetzt beklagt man sich auch dort, dass sich nichts tut, und räumt ein, dass die Zusagen im Vorfeld der Wahlen nur sehr vage waren und sich danach nicht konkretisiert haben. Von den Gesellschaftern der GmbH wird jetzt - das war das einzig wirklich neue - eine Art Gestüt Harzburg Light mit nur einem kleinen Teil des großen Areals ins Spiel gebracht. Als Datum wird jetzt das Jahr 2021 genannt und Adlerflug soll mit 35 wieder zurückkommen. Im Grunde wird also das alte Spielchen mit reduzierten Erwartungen weitergespielt.

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 BeitragVerfasst: Mi 6. Jun 2018, 12:26   
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kassandro hat geschrieben:
Gestern Mal wieder ein großer Artikel mit kleinem Inhalt in der Goslarschen Zeitung. Jetzt beklagt man sich auch dort, dass sich nichts tut, und räumt ein, dass die Zusagen im Vorfeld der Wahlen nur sehr vage waren und sich danach nicht konkretisiert haben. Von den Gesellschaftern der GmbH wird jetzt - das war das einzig wirklich neue - eine Art Gestüt Harzburg Light mit nur einem kleinen Teil des großen Areals ins Spiel gebracht. Als Datum wird jetzt das Jahr 2021 genannt und Adlerflug soll mit 35 wieder zurückkommen. Im Grunde wird also das alte Spielchen mit reduzierten Erwartungen weitergespielt.


Nein, Adlerflug im Harz ist Geschichte


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