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BBAG Jährlingsauktion 2018

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 BeitragVerfasst: Sa 1. Sep 2018, 15:35   
Rennleitung
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Registriert: So 31. Okt 2010, 22:25
Beiträge: 2287
Paar Gedanken, einfach mal zusammengeworfen.

Ob es geschickt war, bei der "Premiumauktion" knapp ein 30% des Jahrgangs in den Katalog aufzunehmen, muss die Auktionsgesellschaft bewerten. Sieht mir persönlich ganz schön üppig aus.

Entgegen der Meldungen, dass das Gelände mit Interessenten rappelvoll sei, waren am Ende ca. 70 Käufer aktiv. Bei fast 300 Pferden.

Knapp 40% der Pferde fand keine Käufer. Die Gründe mögen vielfältig sein. Zu geringe Gebote, sollten nur für die Auktionsrennen durch den Ring, waren für Käufer nicht interessant.

Von den 160 verkauften (wie viele sind wirkliche Verkäufe?) war knapp ein Drittel (ca. 60) im Segment bis 15.000€. Also absolut jenseits der Produktionskosten inkl. Kosten, die mit der Teilnahme an der Auktion verbunden sind.

Die Spitze, wie wir sie in den Vorjahren gesehen haben, gab es diesmal nicht. 14 Pferde (5%) über 100.000€

Maxios als Deckhengst ist tot. Durchschnittspreis seiner Nachkommen unter Decktaxe.
Sea the Moon Licht und Schatten, sicherlich befeuert durch die ersten Erfolge seiner Nachkommen. Wäre cool, wenn er nach Deutschland zurückkäme.
Dabirsim sehr ordentlich, die damalige Decktaxe hat sich für die Züchter rentiert.
Für Camelot gilt das gleiche, da hat sich der Weg nach Irland gelohnt.
Entgegen sonstiger Gewohnheiten haben sich dieses Mal sogar die Areions für ihre Verhältnisse gut verkauft. Spät, aber endlich reagiert der Markt.
Amaron hatte einen sehr ordentlichen Start als kommerzieller Hengst, ab dem kommenden Jahr heißt es dann auf der Bahn Farbe bekennen.
Adlerflug und Soldier Hollow ok, gerade bei letzterem hätte man gerade bei der Decktaxe und den anhaltenden großen Erfolgen vielleicht einen höheren Durchschnittspreis erwarten können.

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 BeitragVerfasst: Sa 1. Sep 2018, 16:44   
Rennleitung
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Registriert: So 31. Okt 2010, 22:29
Beiträge: 4956
Wohnort: Rheinprovinz/Preußen
Die gute deutsche Zucht hat das Problem des ziemlich desolaten heimischen Rennsports. Da ist es einfach schwer, zu verkaufen und die Spitze auf den heimischen Bahnen reicht den großen Playern im Ausland auch nicht mehr.

Maxios ist der wievielte Monsun, der die Erwartungen als Stallion nicht erfüllt? LEIDER!!! Ab in den NH-Sport.

v. Blücher


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 BeitragVerfasst: So 2. Sep 2018, 13:10   
Rennleitung

Registriert: Do 8. Mai 2014, 17:31
Beiträge: 141
Mir fällt, ehrlich gesagt, nicht viel ein zu dieser langweiligen Veranstaltung ein. Züchterisch rein kommerziell ausgerichtet sind die Angebote völlig austauschbar und die immer gleiche Upper Class der Käufer könnte sich genauso gut in Deauville oder Newmarket bedienen. Trotzdem wird man sich wieder nicht entblöden, die 3 Topseller von Golden Horn, Sea The Stars und Siyouni als Qualitätsbeweis der „deutschen“ Vollblutzucht hinzustellen.

Tatsächlich ist es nur ein weiterer Beweis, dass die Basis, die vielleicht so etwas wie eine deutsche Zucht ausmachen würde, in den letzten Zügen liegt. Nachkommen einheimischer Hengste, die nicht zu den Top 5 gehören trauten sich hier fast kaum hin und wenn ja, wurden sie verramscht bzw. gar nicht verkauft.

Erfreulich finde ich auch das Ergebnis von Amaron, für mich der interessanteste Newcomer der letzten Jahre. Eigenleistung, Pedigree, vernünftige Decktaxe – Etzean find‘ ich gut!

Ich gucke mir lieber die Herbstauktion an.


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 BeitragVerfasst: Mo 3. Sep 2018, 17:36   
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Registriert: Mo 1. Nov 2010, 07:35
Beiträge: 56
Immer wieder die selbe Leiher....aber es mangelte nicht an Kaeufern. Es warren zahlreiche auslaendische Agenten von Ort die kaufen wollten...
Aber die deutschen Anbieter muessen lernen, wenn man verkaufen will muss man sein Produkt entsprechend vorbereiten und vorstellen. Und die Mehrzahl der Jaehrlinge waren weit vom europaeischen Standard entfernt.


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 BeitragVerfasst: Mo 3. Sep 2018, 18:18   
Rennleitung

Registriert: So 31. Okt 2010, 22:36
Beiträge: 1654
"Adlerflug ok..." überraschend da die erfolgreichen Nachkommen derzeit doch rar sind, Adler und Moonshiner geht so und Samstag ordentlich unter die Räder gekommen, Iquitos hat auch nicht seine beste Saison - und sonst ? da ist Soldier Hollow doch deutlich besser dran


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 BeitragVerfasst: Mo 3. Sep 2018, 21:19   
Rennleitung

Registriert: Mo 1. Nov 2010, 19:28
Beiträge: 659
Well Done hat geschrieben:
Immer wieder die selbe Leiher....

Ja, man kann es wirklich nicht mehr hören. Wobei diesmal schon einiges zu bemängeln war.

Well Done hat geschrieben:
Aber die deutschen Anbieter muessen lernen, wenn man verkaufen will muss man sein Produkt entsprechend vorbereiten und vorstellen. Und die Mehrzahl der Jaehrlinge waren weit vom europaeischen Standard entfernt.

Nun, was soll man von einer Auktion erwarten, bei der das Angebot nicht mehr wie früher vorselektiert ist? Da werden - mit was für Sonderkonditionen auch immer - aus den Nachbarländern -zig Angebote gelockt, die zuhause auf keine vernünftige Auktion kommen. Natürlich gesellen sich auch aus Deutschland Pferde hinzu, die früher für die Jährlingsauktion nicht angenommen worden wären. Die seltsame Sortierung der Lots in Gruppen nach Klasse oder was auch immer macht das nicht besser.

So kann es nicht weitergehen. Entweder man reduziert das Angebot wieder durch vernünftige Vorselektion oder man teilt es auf zwei Tage, die ganz offiziell einen unterschiedlichen Qualitätsanspruch haben.


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 BeitragVerfasst: Mo 3. Sep 2018, 21:38   
Jockey

Registriert: Do 4. Sep 2014, 08:09
Beiträge: 68
Im Grunde gebe ich dem Experten recht, auch wenn er meiner Meinung nach den Tread von WellDone nicht richtig verstanden hat.

Deshalb will ich WellDone auch heftig widersprechen. Die "Vorbereitungs-" Qualität auf der BBAG ist seit Jahren sehr hoch und absolut internationaler Standard. Bei fast 300 Pferden sind es vielleicht zwei Hände voll, die nicht professionell und gut vorbereitet waren, die ohne Eisen liefen und vier Wochen vor der Auktion von der Weide geholt wurden.

Aber das finden Sie bei Goffs in Irland und noch mehr bei Tattersalls genauso. Meistens sind es kleinere neue Anbieter, die den Standard noch erlerner müssen.

Richtig ist aber auch , was AMagicman schreibt:

Ich zählte etwas mehr, also so um die 90 echten Kaufinteressenten, die auch gekauft haben. Bei über 250 Pferden viel zu wenig. Oder zu viele Pferde. Warum so viele zweitklassige Pferde aus Frankreich geholt wurden, die - sofern sie verkauft wurden - ausschließlich wegen ihrer französischen Inländereigenschaft gekauft wurden, bleibt in der Tat das Geheimnis der BBAG.
Die Hälfte der Pferde, beschränkt auf nachvollziehbarer Selektion aus Deutschland würde nicht nur mehr Erfolg bringen, sondern auch die Züchter weniger veranlassen das nächste Mal selber lieber in F oder GB zu verkaufen.

Ach ja, und die alte Leier: Startberechtigung für die Auktionsrennen nicht mehr verkaufen, sondern nur noch bei Besitzwechsel der Pferde.

Der echte seltene Kunde durchschaut meistens nicht, weshalb er dieses oder jenes Pferd gar nicht kaufen konnte und ist verärgert.
Und dann ist die Auktion in dieser Grösse an einem Tag auch nur für Profis geeignet. Private Kunden, die dazu noch im Urlaub in Baden sind tun es sich nicht an 11 Stunden auf einer Auktion zu sitzen.


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 BeitragVerfasst: Di 4. Sep 2018, 07:32   
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Registriert: Mo 1. Nov 2010, 09:32
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besitzwechsel ist aber auch nicht leicht,dann heisst es :.karlshof an holgi und irgendwann zurück. und ähnlich.das ist nicht zu regeln :x :|


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 BeitragVerfasst: Di 4. Sep 2018, 11:02   
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Registriert: Mo 30. Mai 2011, 08:47
Beiträge: 488
martin hat geschrieben:
besitzwechsel ist aber auch nicht leicht,dann heisst es :.karlshof an holgi und irgendwann zurück. und ähnlich.das ist nicht zu regeln :x :|

das bedeutet aber nicht, dass man gegen diesen ausufernden Irrsinn nichts unternehmen sollte. Es braucht nur den Willen und die richtige Idee.


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 BeitragVerfasst: Di 4. Sep 2018, 11:15   
Rennleitung

Registriert: Mo 30. Mai 2011, 08:47
Beiträge: 488
Insider hat geschrieben:
Der echte seltene Kunde durchschaut meistens nicht, weshalb er dieses oder jenes Pferd gar nicht kaufen konnte und ist verärgert.

Da gebe ich Ihnen recht. Man fiebert als Interessent und Bieter mit, ist nervös und angespannt, Tage vorher schon und dann hat der Anbieter nicht das geringste Interesse daran, dass das Pferd selbst bei einem Toppreis verkauft wird. Das verdirbt die Lust und vergrault. Ursächlich sind diese Auktionsrennen, die solches Verhalten der Anbieter fördern und belohnen.

Insider hat geschrieben:
Und dann ist die Auktion in dieser Grösse an einem Tag auch nur für Profis geeignet. Private Kunden, die dazu noch im Urlaub in Baden sind tun es sich nicht an 11 Stunden auf einer Auktion zu sitzen.

Private Kunden werden kaum vom ersten bis zum letzten Angebot anwesend sein. Man kann ja in etwa zeitlich abschätzen, "wann man dran ist". Trotzdem halte auch ich eine Verringerung des Angebotes für sinnvoll.


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 BeitragVerfasst: Di 4. Sep 2018, 12:27   
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Beiträge: 340
der standard von WELL DONE mag ja gut sein,aber es zeigt sich immer wieder, dass nicht nur diese aufgeputschte pferde rennen gewinnen. wahrscheinlich werden die,denen mehr zeit gegeben wird,sogar besser. irgendwas muss sich mark johnston gedacht haben,als er 3 recht preiswerte pferde mitnahm.


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 BeitragVerfasst: Do 6. Sep 2018, 10:38   
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Registriert: Mi 26. Okt 2011, 15:26
Beiträge: 98
Dem normalen Agent / Trainer werden angesichts eines Jaehrlings, der aussieht als ob ihm der Weideabtrieb noch zeitnah in den Gliedern steckt die Ueberlegung durch den Kopf gehen:
-Wie kann ich dieses Aussehen dem Kunden erklaeren, der anderes erwartet und haeufig auch gewohnt ist?
-Wir werden jetzt ca 6 Wochen darauf verwenden muessen, das Pferd so zu konditionieren, dass man mit dem Einreiten beginnen kann und abgesehen von dem Kostenfaktor wird uns diese Zeit moeglicherweise spaeter als Ruhezeit fehlen
-Im Falle des Trainers, der das Pferd weiterverkaufen muss, muss er/sie es erstmal in einen verkaufswuerdigen Zustand bringen.
-Hat es bei der Vorbereitung Probleme gegeben, die dazu gefuehrt haben, dass sehr wenig gemacht wurde?
-Warum soll ich den kaufen, wenn es genuegend andere gibt.

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It ain't funky


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 BeitragVerfasst: Do 6. Sep 2018, 14:48   
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Registriert: Mo 1. Nov 2010, 09:32
Beiträge: 340
es ist anfang september,muessen die schon geritten werden??die verlängerte aufzuchtzeit tut mit sicherheit gut.kaufen,weil sie vllt gute pferde werden.


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 BeitragVerfasst: Do 6. Sep 2018, 17:40   
Jockey

Registriert: Mi 26. Okt 2011, 15:26
Beiträge: 98
Was gut tut ist eine sachte Vorbereitung auf den Trainingsalltag und die ueber Zeit . Rumdaddeln in der Herde durch den Winter bringt in der Richtung wenig. Ausserdem gibt es da noch die entscheidende Frage: Wenn man sich an einer Verkaufsveranstaltung wie dieser beteiligt, sollte man dann nicht den Kaeuferwuenschen Rechnung tragen? Wozu tritt man da sonst ueberhaupt an?
Der Standort Deutschland hat wie erwaehnt strukturelle Probleme, eine zu schmale Kaeuferschar, nicht genuegend attraktive Hengste und die sehr guten Distanz Familien koennen das mittlere Marktsegment leider nicht mitziehen. So bleiben die Auktionsrennen und franzoesische Pferde um weitere Kaeufer anzuziehen, die wenn es sich um Trainer und Agenten dreht und sie schon mal da sind, sicher auch mehrfach einkaufen. Die franzoesischen Pferde sind da uebrigens nur die andere Seite einer Medaille, die dem Deutschen Turf seit langem Verdienste ermoeglicht, ohne die es schon lange zappenduster aussehen wuerde. Sollte man vielleicht mal in Betracht ziehen bevor man hier die Luft ablaesst.
Privatkunden, und dieser Begriff war mir im Vollblutbereich bisher nicht gelaeufig, die nicht so lang bleiben koennen und auch sehr nervoes und angespannt sind, koennten sich vielleicht locker machen und einen Tag Urlaub nehmen, um die Stimmung zu geniessen, denn Rennpferdeauktionen sind grosses Kino, ob es nun laeuft oder eher nicht wie diesmal in Baden Baden.

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It ain't funky


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